Nach einer gefühlten Ewigkeit fange ich auch einmal wieder an zu schreiben. Das ist manchmal ja wie verhext: Da hat man die ganze Zeit Ideen für einen Blogartikel und dann sitzt man vor einer leeren Seite und es fallen einem partout keine Worte ein. Dieses Mal habe ich einfach die Idee gleich beim Schopf gepackt und schreibe sie mir von der Seele. Das ist vielleicht auch besser als ewig drüber nachzudenken und die Chance zu verpassen, das aufzuschreiben, was eh gerade da ist.

Also bleibe ich auch in diesem Jahr meinem Grundsatz treu: Alles hinschreiben, nichts löschen und mich einfach zeigen wie ich bin.

Und damit sind wir auch schon bei eigentlichen Thema dieses Beitrags: Das neue Jahr.

Das neue Jahr ist für viele ja ein ziemlicher Einschnitt. Alles soll anders werden. Besser, gesünder, fitter, reicher und am besten mit 10 Kilo weniger Gewicht auf der Waage. Nur ändert sich natürlich nichts von alleine und auch ein schnöder Jahreswechsel hat nicht die Kraft, per Schnipp alle Wünsche auf einmal in Erfüllung gehen zu lassen.

 

Man nimmt sich ja mit

Bei mir ist das so wie jedes Jahr und wahrscheinlich wie bei jedem anderen Menschen auch: So gerne man das vergangene Jahr hinter sich lassen möchte, man nimmt sich selbst ja mit. Es ist ja nicht so, dass man einfach eine alte Haut abstreift und “Tadaa!” da ist auch schon das neue Ich, das mit dem alten nicht mehr viel gemeinsam hat. Außer vielleicht der neuen Kaffeemaschine, die man sich letzte Weihnachten selbst geschenkt hat.

Ich zum Beispiel habe aus dem alten Jahr neben vielen Erfahrungen auch einen Infekt mit ins neue Jahr genommen. An Silvester hatte ich Migräne, am ersten Januar dann eine Erkältung, die sich auch eine schöne Woche bei mir eingenistet und wohlgefühlt hat. Das war es dann also mit dem Durchstarten im neuen Jahr, aus und vorbei! Sagte mein Kopf. Was für ein Unsinn! Ich musste mich hier definitiv zur Räson rufen und mich daran erinnern, dass eben NICHT alles anders wird und man manche Dinge auch einfach mitnimmt, die einem vielleicht weniger angenehm sind als vielleicht eine neue Kaffeemaschine.

 

Warum soll nur Vollgas gut sein?

Eine liebe Freundin schrieb mir dann den Satz, der genau zum richtigen Zeitpunkt kam und der mich wirklich erleichtert hat: “Durchstarten können wir noch das ganze Jahr.” Und wie recht sie damit hat! Warum alles am Jahreswechsel festmachen? Warum sich gleich als “hintendran” fühlen müssen, weil man nicht gleich mit so vielen anderen mit Vollgas am 1.1. losgeprescht ist?

Also habe ich die erste Woche dieses Jahres wirklich sehr für mich und meinen Körper gesorgt. Habe sehr viel geschlafen, inhaliert (ich fühlte mich selbst schon wie in einer Thymiankruste gebacken, da haben echt nur noch die Beilagen gefehlt, haha) und mich mehr um mein Mindset gekümmert. Auch wenn ich nicht aktiv im Tun sein konnte habe ich mir viele Gedanken darum und darüber gemacht, wie ich das Jahr für mich gestalten will. Ich bin ganz frei, habe weder Mann noch Kinder, kein Eigentum, das mich bindet und kann mit meiner neuen Arbeit als virtuelle Assistentin arbeiten wo ich will. Also hatte ich in dieser einen Woche wirklich so einige Ansätze, wie dieses 2019 für mich aussehen könnte.

 

Das wird der Oberknaller

Ich habe in den paar Tagen wieder einmal vor allem eins lernen und für mich verinnerlichen können: Ich kann planen wie ein Weltmeister; am Ende springt einem das Leben eh dazwischen und dann darf ich für mich entscheiden, wie ich darauf reagieren möchte. Hier flexibel genug zu sein um darauf reagieren zu können ohne mich unglücklich zu verbiegen, ist echt eine Herausforderung. Aber es ist eine, die ich mit Freuden annehme. Und genau deswegen freue ich mich wirklich sehr auf dieses Jahr. Es wird spannend, es wird lehrreich und es wird definitiv der Oberknaller.